Auf antiken Spuren in Aspendos
Die antike Stadt Aspendos liegt in Kleinasien, der Südküste der Türkei, und ist sechsundvierzig Kilometer von Antalya entfernt. Während eines Aufenthaltes an der Türkischen Riviera bietet sich ein Ausflug in die Stadt geradezu an. Urlaubsorte wie Antalya oder Alanya sind gute Ausgangspunkte für einen Trip in die Antike. Ein perfekter Mix aus Antike und Moderne erwartet den Besucher.
Laut Überlieferung soll die Stadt Aspendos bereits um Tausend vor Christus gegründet worden sein. Sie blickt auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Aspendos war auch berühmt für seine erstklassigen Pferde. Die Pferdezucht sowie die Herstellung von Salz und Wein, verhalfen der Stadt zu Wohlstand und Ansehen. Sie war auch Handelszentrum und Hafenstadt. Über den Zeitraum von achthundert Jahren stand die Stadt unter etlichen verschiedenen Herrschaften. Unter ihnen die Römer, Griechen, Perser und Byzanziner. Jede einzelne dieser Epochen hinterließ ihre Spuren.
Eine der Hauptattraktionen von Aspendos ist das Theater. Es stammt aus der römischen Zeit und ist eines der Gebäude, die am besten erhalten sind. Das Theater bietet Platz für zwanzigtausend Menschen. Seit einigen Jahren finden dort wieder große kulturelle Veranstaltungen statt. Namhafte Künstler wie Luciano Pavarotti und Josè Carreras sind in diesem Theater bereits aufgetreten. Im Jahr 2005 wurde im Theater von Aspendos sogar eine Sendung von „Wetten Dass“ aufgezeichnet. Des Weiteren gibt es Theater- und Opernfestivals die für den Besucher zum absoluten Erlebnis werden. Perfekte akustische Voraussetzungen und ein unvergleichliches Ambiente lassen jede Veranstaltung in diesem Theater unvergesslich werden.
Die Markthallen sind eine weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie waren über einhundertundvierzig Meter lang und von sehr großer Bedeutung für das Handelszentrum Aspendos.
Etwas abseits der Stadt gelegen, sind die Ruinen eines Aquäduktes zu finden. Über eine fünfzehn Kilometer lange Strecke wurde Aspendos mit Wasser versorgt. Die Wasserleitung wurde von den Römern erbaut. Sie verwendeten Rohre aus Ton um zu verhindern, dass das Wasser verunreinigt oder erhitzt wurde.
Ein Gymnasion, die Reste des Stadions und etliche Thermen hinterlassen viele unvergessliche Eindrücke bei einem Rundgang durch die Stadt. Der ehemalige Stadtbrunnen „Nymphaion“, die Agora und die Basilika machen den Rundgang durch die Stadt komplett.
In der Umgebung der Stadt befindet sich die Eurymedonbrücke. Sie ist ebenfalls einen Besuch wert. Gebaut wurde die Brücke in der römischen Epoche. Die heutige „Köprüpazar Köprüsü“, eine Brücke mit neun Spitzbögen, wurde auf dem noch existierenden Fundament der Eurymedonbrücke errichtet. Der Baustil der neuen Brücke wurde weitgehend an den römischen Stil des Fundamentes angepasst.